Sonntag, 21. Oktober 2018, 18 Uhr

Georg Friedrich Händel

Saul

Oratorium nach Texten der Bibel

Nadežda Senatskaya, Sopran  Künstlerwebsite
Beat Duddeck, Altus
Götz Phillip Körner, Tenor         Künstlerwebsite
Albrecht Pöhl, Bass                  Künstlerwebsite

Hannoversche Hofkapelle         Künstlerwebsite
Kantorei Herrenhausen
Leitung: Martin Ehlbeck

Kartenpreise:

Mittelschiff   25€ , nummerierte Plätze, keine Ermäßigung
Seitenschiff 19€, unnummerierte Platze,
Seitenschiff 15€, unnummerierte Platze, ermäßigt
Empore       14€, unnummerierte Plätze,
Empore       10€, unnummerierte Plätze, ermäßigt

Ermäßigung für Kinder, Schüler, Auszubildende und Schwerbehinderte

Karten

Mittwoch, 17. Oktober, 19.30 Uhr
Werkeinführung in das Oratorium Saul
Referent: Martin Ehlbeck
im Gemeindehaus der Herrenhäuser Kirche


Plakat Händel Saul



Saul, ein biblisches Oratorium

Saul (HWV 53) ist ein Oratorium in drei Akten von Georg Friedrich Händel. Dieses abendfüllende Werk ist in Hannover lange Zeit nicht zu hören gewesen. Die Darbietung dieses Werkes aus der Zeit des Hochbarock ist sicherlich eine Bereicherung für jeden, der Händels Musik schätzt und sein Oratorium „Messias“ liebt.

Das Oratorium beginnt mit einem Triumphgesang der Israeliten für den Sieg über die Philister, bei dem David Goliath besiegt hat.

Saul gehört zu den dramatischsten Oratorien Händels. Wie kaum in einem anderen Oratorium zeigt sich in seiner mitreißenden Dramatik die Nähe zur damaligen Oper. Händel findet eine Bandbreite ausdrucksstarker Charakterisierungen mit Musik, die auf herausragende Weise z. B. sowohl die Unberechenbarkeit Sauls als auch den tugendhaften Charakter Davids transportiert. Der Chor fungiert erstmals als zentraler Bestandteil einer dramatischen Handlung, übernimmt aber auch kommentierende Funktionen wie in der griechischen Tragödie. Die Partitur fordert ein farbiges Orchester: Zusätzlich zum normalen Barockorchester kommen auch Posaunen, Harfe, Orgel, Glockenspiel sowie große Kesselpauken zum Einsatz.

Die berühmte Geschichte vom Sieg des Hirtenjungen David über den Riesen Goliath, die bis heute sprichwörtlich ist, wenn ein Underdog einen Stärkeren in die Knie zwingt, kommt in Händels Werk nicht direkt vor, ist aber der entscheidende Anstoß für alles, was darin passiert. Für seine Heldentat wird David vom Volk so begeistert gefeiert, dass Saul nicht ganz grundlos um seine Position fürchtet. Noch dazu verschwört sich die Jugend gegen ihn.

Der Trauermarsch aus dem dritten Akt von „Saul“ gelangte zu weltweiter Berühmtheit. Er wurde beim Begräbnis von Winston Churchill, von George Washington und bei der Beisetzung des ermordeten Abraham Lincoln gespielt. In Deutschland ist dies der Standard-Trauermarsch, der bei Staatsbegräbnissen gespielt wird, wie zum Beispiel beim Begräbnis von Richard von Weizsäcker oder in jüngerer Zeit bei Helmut Schmidt.